Adventszeit in Skandinavien

Adventszeit in Skandinavien – Weihnachtsmärkte & Rezepte

Wir sind schon mittendrin, in der Adventszeit und heute fällt der erste Schnee. Sofort wird Weihnachten greifbarer und die Lust auf Plätzchenbacken und weihnachtliche Basteleien steigt. Wie wäre es, sich da mal Anregungen aus dem hohen Norden zu holen? Wie wird die Adventszeit in Skandinavien gelebt?

Für die Skandinavier ist die Advents- und Weihnachtszeit eine Zeit der Familie und Freunde. In dieser dunklen Jahreszeit werden überall Lichter angezündet – ein herrlicher Anblick, wenn dann draußen die weiße verschneite Landschaft zu Licht reflektiert.

In Schweden sitzt man gerne gemütlich mit Freunden bei einer Tasse Glögg (Glühwein) und selbstgebackenen Lussekatter (Safranbrötchen) zusammen. Die einen geben sich mit voller Leidenschaft der Weihnachtsbäckerei hin und zaubern eine Vielzahl von leckeren Plätzchen und Pfefferkuchenhäusern. Die anderen zieht es nach draußen in den Schnee zum Schlittschuhlaufen, Langlaufen oder Rodeln.

Ab Ende November öffnen hier auch die Weihnachtsmärkte ihr Pforten. Die beliebtesten Weihnachtsmärkte in Schweden sind Weihnachten in Liesberg – Göteborg, der Weihnachtsmarkt in Skansen – Stockholm und der Weihnachtsmarkt auf dem Stortorget in der Altstadt (Gamla Stan) von Stockholm.

Wie sieht die Vorweihnachtszeit denn bei den Finnen aus?

Ähnlich wie bei den Schweden, würde ich sagen. Bei den Finnen wird bereits ab Anfang November Pikkujoulu gefeiert, was soviel heißt wie Klein-Weihnachten. Hier trifft man sich unter Freunden im Privaten oder Kollegen in der Firma und feiert gemeinsam mit Piparkakku (Pfefferkuchen) und Glögi (Glühwein) eine kleine Weihnachtsparty gefeiert.

In Finnland haben die Weihnachtsmärkte zwar noch nicht so eine lange Tradition wie in Schweden, erfreuen sich aber größter Beliebtheit. Beliebte und bekannte Weihnachtsmärkte in Finnland sind z.B. der Weihnachtsmarkt auf dem Senatsplatz in Helsinki, der Weihnachtsmarkt auf dem Marktplatz in Tampere und der Weihnachtsmarkt auf dem alten Markt in Turku. Ein kleiner Geheimtipp ist auch der Weihnachtsmarkt in der wunderschönen Altstadt von Porvoo.

Eins darf jedoch nicht vergessen werden… der echte Weihnachtsmann kommt aus Finnland. Sein Zuhause hat er in Rovaniemi und dort kann man ihn sogar das ganze Jahr über besuchen. Seinen ganz besonderen Reiz hat es jedoch, ihn in der Winterzeit zu besuchen und das mit einem schönen vorweihnachtlichen Kurzurlaub am Polarkreis zu verbinden.

Egal, was Euch fasziniert, gerne schnüren wir Euch ein individuelles Paket nach Euren Wünschen und Vorstellungen zusammen. Auch wenn noch nicht alle Domizile ihren Platz auf der Website gefunden haben, können wir zu fast allen Regionen ein schönes Angebot erstellen.

Juho Kuva/Visit Finland

Rezepte

Selbstgemachter Glögg

Zutaten
  • 1 l Rotwein
  • 120 ml Rum
  • 100 g (braunen) Zucker
  • 2 Zimtstange
  • 20 g frischen Ingwer
  • 1 Orange (Bio)
  • 2 TL Kardamom-Pulver (entspricht ca. 6 Kardamom-Kapseln)
  • 5 Nelken
  • 100 g Rosinen
  • 50 g abgezogene Mandelstifte

Helena Wahlman/imagebank.sweden.se
Zubereitung
  1. Die Orange heiß abwaschen, dann die Schale abreiben und in einen passenden Kochtopf geben. Anschließend schneidest Du die Orange in Scheiben und legst 3-4 Orangenscheiben in den Kochtopf
  2. Die Zimtstangen, die Nelken, den Kardamon, Zucker und den in Scheiben geschnittenen Ingwer mit 200 ml Wasser in den Kochtopf geben und langsam zum Kochen bringen.
  3. Sobald es köchelt, fügst du den Rotwein hinzu und rührst alles gut um. Bei mittlerer Hitze und abgedecktem Kochtopf alles ca. 45 Minuten köcheln lassen. Zwischendurch gerne mal mit einem Holzlöffel alles umrühren.
  4. Nach den 45 Minuten schüttest Du den Rum hinzu und rührst alles wieder kräftig um. Weitere 15 Minuten ziehen lassen. (Je länger er zieht desto aromatischer und intensiver wird der Glögg)
  5. Zum Servieren legst Du in jede Tasse ein paar Mandeln und Rosinen und übergießt diese dann mit dem heißen Glögg.

Skål!


Lussekatter – schwedische Safranbrötchen

Zutaten
  • 500 g Mehl (gesiebt)
  • 100 g geschmolzene Butter 
  • 1 Msp. Safran
  • 150 ml lauwarme Milch 
  • 1 MS Salz
  • 75 g Zucker oder Honig
  • 1 Eigelb (zum Bestreichen)
  • 1 Würfel Hefe
  • Rosine (zum Dekorieren)
Magnus Carlsson/imagebank.sweden.se
Zubereitung
  1. Ofen auf 200 Grad Umluft (oder 220 Grad Ober- Unterhitze) vorheizen.
  2. Lauwarme! Milch mit der geschmolzenen Butter verrühren, Safran und Hefe darin auflösen. Anschließend fügst Du Zucker oder Honig, Salz und Mehl hinzu und verknetest alles zu einem Hefeteig und lässt diesen abgedeckt an einem warmen Ort für ca. 1 Stunden gehen bis er ungefähr doppelt so groß geworden ist.
  3. Jetzt formst Du den Teig zu einer großen, dünnen Rolle, teilst diese in Abschnitte von ca. 10 cm ab und formst diese dann zu einem „S“. Die beiden Enden werden schneckenförmig eingerollt.
  4. Das Eigelb verrühren und die Schnecken damit einpinseln. Zum Schluss drückst Du in die Mitte jeder Schnecke eine Rosine rein.
  5. Jetzt das Ganze für ca. 7 – 10 Minuten auf der 2. Schiene von unten goldbraun backen.

Smaklig måltid!


Piparkakku – Finnische Pfefferkuchen

Zutaten
  • 100 g Sirup (z.B. dunkler Zuckerrübensirup)
  • 200 g Zucker oder Honig
  • 250 g Butter
  • 1 TL Zimt
  • 1 TL Ingwerpulver
  • 1 TL Nelkenpulver
  • (evtl. Cardamon)
  • 1TL Salz
  • 1 EL geriebene (bio-) Orange
  • 1 Ei
  • 600 g Mehl
  • 2 TL Natron oder Backpulver
Photo by Visit Rovaniemi
Zubereitung
  1. Die Butter in Stücke schneiden und zusammen mit dem Sirup, Salz, Zucker oder Honig, Nelken- und Ingwerpulver in einem Topf mischen. Anschließend fügst Du die abgeriebene Orangenschale hinzu und lässt alles zusammen so lange köcheln bis sich alles gut miteinander vermengt hat und eine homogene flüssige Masse entstanden ist.
  2. Danach lässt Du die Masse für ca. 1 – 2 Stunden abkühlen und fügst im Anschluss das Ei, Mehl und Natron hinzu und verarbeitest alles zu einem glatten Teig. Füge noch etwas Mehl hinzu, wenn der Teig zu klebrig sein sollte. Wenn der Teig die richtige Konsistenz hat, wird er in eine Glassichtfolie eingewickelt (alternativ in eine Schüssel mit einem Tuch drüber) und über Nacht in den Kühlschrank gestellt.
  3. Am nächsten Tag den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und ca. 5 mm dick ausrollen. (Evtl. solltest Du den Teig vorher in Stücke teilen und etwas an der Zimmertemperatur aufwärmen, sollte er zu hart zum Ausrollen sein). Jetzt kannst Du mit verschiedenen Förmchen den Teig ausstechen und auf ein mit Backpapier belegtes (oder eingefettetes) Backblech legen und im vorgeheizten Ofen bei 200 Grad Umluft (oder 220 Grad Ober- Unterhitze) für ca. 6 – 8 Minuten backen.

Nauti ateriastasi!

2 Kommentare zu „Adventszeit in Skandinavien – Weihnachtsmärkte & Rezepte“

  1. Ganz lieben Dank für die tollen Rezepte 🌲🎅 da kommt etwas Weihnachtsstimmung auf…wo grad bei uns die Weihnachtsmärkte alle schließen müssen….

    1. Liebe Meike, vielen Dank für Deine liebe Rückmeldung, so war es auch gedacht. Nachdem im Moment die Vorweihnachtszeit nur sehr eingeschränkt gelebt werden kann, können wir es uns wenigstens zu Hause mit unseren Lieben etwas gemütlich und schön machen. Viel Spaß beim Backen und Probieren 🎅🍪

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